Seit heute ist die Fashion Week hier in Berlin wieder vorüber. Schade eigentlich, denn es war eine aufregende und ereignisreiche Woche. Und auch ich konnte mich in die ein oder andere Show hineinschleichen um ein bisschen Modeluft zu schnuppern. Neben den großen Modenschauen im Zelt der Mercedes-Benz am Brandenburger Tor, gab es auch zahlreiche Veranstaltungen, die die ganze Stadt zum Zentrum des Modespektakel machte. Wichtige Veranstaltungsreihen wie die Atelier-Besuche und der Modemessen wie die Bread & Butter, Premium, Capsule(show) oder der Bestseller Showroom, sind nur für geladene Gäste und brancheninternes Publikum vorgesehen und erfüllten die Stadt mit einem Hauch von Glamour. Aber auch viele Nebenveranstaltungen zeigten, wie aufregend Mode sein kann, da nicht nur an den Veranstaltungsorten verrücke Stilimpressionen zu sehen waren, sondern auch auf den zahlreichen Partys, auf den Straßen der Stadt, in den In-Restaurants in Mitte und den vielen internationalen Besuchern auf den Messen.
Ich hatte Dank einer lieben Freundin eine tolle Karte für die Vladimir Karaleev Show am Brandenburger Tor ergattern können. Er ist einer meiner Liebsten Berliner Modedesigner, die es geschafft haben, neben großen bekannten Designern seine Kollektion im Zelt der Mercedes-Benz Fashion Week zu präsentieren. Das aber auch gerecht! Denn seine Stilauffassungen sind nicht nur modern und avantgardistisch, sondern geben auch viel Freiraum um seine Vorstellungen über Mode mit neuen Schnitten auszudrücken.
Zum Designer:
Der Bulgare Vladimir Karaleev wurde 1981 in Sofia geboren und kam mit 19 Jahren nach Berlin, wo er an der Hochschule für Technik und Wirtschaft (HTW) in Berlin sein Studium in Modedesign absolvierte und dann 2005 sein eigenen Label auf die Beine gestellt hatte. Schon bei seiner Debüt Kollektion “CUT 210″ sah man seine Leidenschaft für die zeitgenössische Kunst an, mit der er eine tiefen Verbundenheit in geometrische Formen hegte.
Das Design:
Nur wenige wissen, dass Vladimir Karaleev an einer Farbblindheit leidet, aber dennoch, nach dem ich die Herbst/Winter 2012/2013 Kollektion “Complex Overlay” gesehen habe, finde ich die Kombination aus klassischen Farben wie Schwarz, Grau und der Trendfarben Safran, Blau und Off-White als eine gelungene Mischung, die er wie die Kollektionen vorher, auch super in Szene gesetzt hat.
Seine Vorstellung von Mode ist so erwachsen und verspielt zugleich, dass man meinen könnte er hätte seine besten Entwürfe beim experimentieren gefunden. Ich liebe die Faltenlegungen, die puristischen Erscheinungen der Looks und dazu die harten, steifen Stoffe, die mit einem Understatement das ganze Bild dominieren. Passend dazu staune ich immer noch über die wahnsinnig schönen Plateau-Pumps, die das Gesamtbild der Kollektion abrunden.
Aber schaut euch die Bilder selbst an… Ich hatte ganz fleißig einige Bilder schießen können.








